Und plötzlich war Schluss!

Am Mittwochabend huddleten die Ladies der D2 nach einem intensiven Training. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, es sollte das letzte "BTV - Team" für diese Saison und auch längere Zeit sein. Freitags wurde die Schulschließung aufgrund der Coronakrise beschlossen. Folgerichtig sagte man auch die Trainingseinheit bereits für diesen Tag ab. Damit endete die Spielperiode sehr abrupt und aufgrund von Coachingfehlern leider mit einem sehr unschönen Duell, das die Saison so gar nicht widerspiegelt. "Das tut mir sehr leid! Unsere Ladies hätten einen ganz anderen Schlusspunkt - oder sollte man besser sagen: Ausrufezeichen - verdient!", so Fohlmeister. Denn in den letzten Monaten ist etwas passiert, was sich kaum beschreiben lässt:

Am Anfang waren die BTV-Mädels "Basketballküken". Am Ende standen da Ladies. Am Anfang waren da Fähigkeiten. Am Ende entwuchs jeder Spielerin Selbstvertrauen. Am Anfang war da ein Konglomerat von Spielerinnen, die sich recht gut verstanden. Am Ende stand da ein Team, das sich vertraut.

Wie es dazu kommen konnte? Mit Sicherheit gehörte etwas Schicksal dazu, dass diese Damen mit ihren jeweiligen Charakteren zusammenkamen. Aber es war v.a. viel Zeit und Energie, die jede Spielerin in diese Saison investierte. "Zu Beginn sah es tatsächlich nicht danach aus - musste ich doch tatsächlich einige Trainingseinheiten entfallen lassen, da ich nach mehreren Wochen ohne zehn Spielerinnen in der Halle, keinen Sinn in diesen sah. Danach war der Schalter bei unseren Ladies wie umgelegt. Bis kurz vor Schluss waren wir immer zehn oder mehr. Das war der Grundstein.", so Fohlmeister. Das Gerüst bildeten dann die vielen Aktivitäten neben dem Sport. Man ging essen, feierte Weihnachten, übernachtete in der Halle, fuhr nach Wörde, schoss Teamfotos mit den gesponsorten Trikots und dem Warm-up (an dieser Stelle nochmal: ganz, ganz lieben Dank!!!!), spielte Lasertag, besuchte eine Theateraufführung eines Teammitglieds, schaute DVDs, feierte den Junggessellinnenabschied von einer Spielerin und und und... Hier zeigt sich, was die jungen Wuppertalerinnen alles über die vergangenen fünf Monate leisteten, was sie bereit waren, für diese Mannschaft zu geben. "Und es hat sich wirklich ausgezahlt!", so Fohlmeister. "Das Team hat sich spielerisch unglaublich entwickelt. Natürlich gab es im Verlauf immer wieder Durchhänger, aber es gab genauso Duelle, die wirklich High-End waren. Wenn es gelingt, hier Konstanz aufzubauen, dann hat der BTV schon bald eine Senioren-Oberliga aus der eigenen Jugend entwickelt, die nicht von der Erfahrung älterer Stamm-Spielerinnen profitieren konnte. Und das dürfen sich unsere Ladies ganz allein auf die Fahne schreiben!", resümiert Fohlmeister stolz.

Für den BTV liefen auf: Alexandra Disterhoft, Astrid Conda, Berfin Kücük, Debbie Osei, Halima Balogun, Irini Touloupi, Julia Heinrichs, Julia "Sprity" Kaschny, Kathi Haupt, Lena Gerlach, Luise Alius, Maja Faßbender, Marie Bleckmann, Miriam Biedebach und Mounia Mkadmi.

Vielen Dank für euren Einsatz!

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Meisterhafte Beschäftigung!

Wie bereits angekündigt, erfolgt nun die zweite Fotocollage. Das Motto: Womit sich Meisterinnen in der Zeit der solidarischen Isolation beschäftigen. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen eine Inspiration dabei! ;-)

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Aktuelle Information zum Coronavirus

Die Stadt Wuppertal hat am gestrigen Samstag weitere Maßnahmen beschlossen, um die Verbreitung des COVID-19 (CORONA)-Virus möglichst zu reduzieren. Dazu gehört die Schließung aller städtischen Sporthallen. Dies bedeutet, dass der gesamte Sportbetrieb im Barmer TV ab sofort bis vorerst einschließlich 19. April ausnahmslos eingestellt wird. Dies betrifft nicht nur das Sportangebot des BTV in der Heckinghauser Halle sondern in allen städtisch genutzten Sportstätten!

Diese Konsequenz soll helfen, die Sozialkontakte auf der sportlichen Ebene weiterhin zu reduzieren, um die Infektionsgefahr zu mindern. Der Barmer TV trägt somit dazu bei, die Ausbreitung des Virus verlangsamen zu können und den Kreis der anfälligen Personen zu schützen.

Die Geschäftsstelle ist nicht geöffnet, Kontaktaufnahme telefonisch oder per e-mail. Aktuelle Informationen auf der BTV-Homepage.

Die Jahreshauptversammlung am 31. März 2020 findet wie bereits mitgeteilt nicht statt und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt!

Allen Mitgliedern und Angehörigen wünschen wir die notwendige Gelassenheit sowie viel Kraft und Gesundheit für die nächste Zeit!

Der Vorstand des Barmer TV

Spieltag 16 Damen 1 vs. Herner TC 2

Da ist der erste Sieg unserer Damen 1!!! Und die Erleichterung ist bei allen zu spüren – es geht doch. Die erste Halbzeit ist noch holprig und mit wenigen „Punkten“ erklärt. 13:7 nach den ersten 10 Minuten und 10:11 im zweiten Viertel zum HZ Stand 23:18 für Herne. Die Defense war in Ordnung, aber die Zonenverteidigung der Gastgeber machte große Probleme in der Offense. Die 2. HZ beginnt gut, in der 24. Minute gelingt sogar die erste Führung (26:27). Hier hat Franzi übernommen und mit Punkten, Assists und knallharter Verteidigung geliefert. Kleiner Bruch und Flashback zum letzten Spiel folgt, als uns die Dreier um die Ohren geflogen sind. Simple Penetration-Pitch-Kombinationen bringen Herne in diesem Viertel 6 Dreier und die erneute Führung zum 43:35. „1 gegen 1, keine Helpside, lieber einen Korbleger, als noch einen Dreier kassieren“, brüllt Coach Buddy. Aufgenommen und umgesetzt! Wir ließen im 4. Viertel keinen einzigen Dreier mehr zu und zudem beherrschten unsere Center, voran getrieben mit unserer Double-Double Maschine Marleen, die Bretter. Jetzt fehlt noch das offensive Wunder. Hier kommt Becci, Vorhang auf… 10 ihrer insgesamt 10 Punkte serviert sie von überall im letzten Viertel, zum verdienten und ersten Sieg 51:56.

Auch nochmals vielen Dank an die lautstarke Unterstützung aus der Zuschauerreihe – ihr seid einfach nur NICE!

Es spielten:

Alexandra Disterhoft ; Natascha Rose 6; Mona Ehlert 6; Kassandra Cabadakis; Marleen Arnold 10; Miri Januszok (n.E.); Brigitte Schäfer 2; Rebecca Butgereit 10; Tete Minjoli; Franzi Goeßmann 10; Melina Döring 6; Janine Baumgartner 6.

Spieltag 18 Damen 1 vs. Rhöndorf Dragons

Dritter Sieg in Folge bleibt uns verwehrt. Die größte Spielerin der Liga kommt aus Rhöndorf und ist am Ende auch ausschlaggebend für die Niederlage in Rhöndorf. Vorne scort Sie fast beliebig und hinten pflückt Sie die Bälle wie Äpfel von den Bäumen runter. Dennoch war es ein sehr intensives und spannendes Spiel. Fast ausgeglichen und mit einigen Möglichkeiten auch den Sieg zu holen. Leider war die Wurfquote von allen Positionen eine Pleite. Es hätten nur die Hälfte der daneben gehenden Bälle ihr Ziel finden müssen, dann hätten wir das Spiel gewonnen. So kommen wir nur auf 51 Pünktchen und können unsere gute Verteidigung nicht ausnutzen. Endstand 62:51. Auch verwirrend war die Linie der Schiedsrichter, die noch in der ersten Hälfte jeden Kontakt konsequent abgepfiffen haben und in der zweiten Hälfte die Kontakt Schlacht in Rhöndorf eröffneten. Egal, es war dennoch eine gute Teamleistung und wenn man die Woche hätte normal trainieren können, dann wäre auch der Sieg möglich gewesen. 

Es spielten: Alex Disterhoft 3; Natascha Rose 6; Mona Ehlert 6; Kassandra Cabadakis; Marleen Arnold 9; Miri Januszok; Brigitte Schäfer 4; Rebecca Butgereit 2; Franzi Goeßmann 12; Melina Döring 3; Janine Baumgartner 6.

Spieltag 17 Damen 1 vs. NB Oberhausen

Two in the row– da ist der zweite Sieg direkt hinterher. Könnte der Abstiegskampf jetzt doch noch spannend werden? Theoretisch möglich, aber für Coach Buddy kein Thema. „Wir wollen den positiven Trend mit in die letzten 4 Spiele nehmen und zeigen, welches Potenzial in diesem Team geschlummert hat.“ Zum Spiel selber: Die Vorgabe war von Anfang an klar. Da Oberhausen ohne Center aufläuft, sollte der Gameplan über unsere Großen laufen. Nach 2 Turnover zu Beginn und 0:4 Rückstand brüllt Butgereit die Barmer Damen wach und erinnert an das kurz zuvor Besprochene. Ach ja – da war ja was. Es folgt ein 11 zu 0 Run, den Biga Schäfer dominant unter den Brettern anführt. Sie erzielt 8 Punkte in Folge und zwingt Oberhausen zur Auszeit. Der Rest des ersten Viertels ist ausgeglichen 21:15. Auch das zweite Viertel ist eher ausgeglichen und da Oberhausen jetzt den Lowpost doppelt, ergeben sich Räume auf den anderen Positionen. Hier profitiert vor allem Janine, die mit zusätzlicher Energie durch die Trikotnummer 11 der kränkelnden Becci mit 8 ihrer 18 Punkte zum Topscorer wird. Halbzeitstand 36:27. In der zweiten Halbzeit probiert Oberhausen eine Box and one Zonenverteidigung aus und investiert insgesamt mehr. Sie kommen auch in der 25. Minute sogar auf 2 Punkte ran (40:38). Das hat aber auch Kraft gekostet. Jetzt müssen wir die Räume anders nutzen und die Positionen anders belegen. Von diesen Räumen profitiert vor allem Melina am meisten, sie kommt am Ende sogar auf ihre Saison Bestleistung. Wir geben das Viertel trotzdem mit 2 Punkten ab, es steht am Ende des dritten Viertels 53:46. NBO bäumt sich im letzten Viertel noch einmal auf, sodass harte Verteidigung auf beiden Seiten und viele Fouls folgen. In der 35. Minute kommt NBO auf einen Punkt ran (57:56). Während wir jetzt frische Spielerinnen bringen können, ist NBO komplett ausgelaugt. Das nutzt vor allem Mona, die jetzt 8 ihrer 13 Zähler liefert und zum Endstand 68:61 beiträgt. „Wir haben leider sehr viele Punkte liegen gelassen und sind noch nicht konsequent genug beim Ausnutzen der gegebenen Missmatches, sonst wäre der Sieg niemals in Gefahr gewesen“, so Coach Butgereit.

Was erneut für ein Feuer von den Zuschauern kam, war sensationell und hat das Team genau an den richtigen Stellen motiviert – vielen Dank dafür.

Es spielten:

Alexandra Disterhoft ; Natascha Rose; Mona Ehlert 13; Kassandra Cabadakis; Marleen Arnold 6; Miri Januszok (n.E.); Brigitte Schäfer 8; Tete Minjoli; Franzi Goeßmann 12; Melina Döring 11; Janine Baumgartner 18.

Spieltag 15 Damen 1 vs. Citybasket Recklinghausen

2 Halbzeiten und 2 Gesichter. Die Gegner Recklinghausen kommen wahrscheinlich mit der jüngsten Mannschaft dieser Liga nach Wuppertal. Das erste Viertel scheint vielversprechend zu werden. Viel Tempo auf beiden Seiten und hohe Trefferquoten bringen ein punktereiches Ergebnis von 20:21. Auch das zweite Viertel war offensiv gleich stark wie das erste. Besonders Natascha Rose war on fire und konnte bereits in HZ 1 17 Punkte beitragen. Die Verteidigung wurde auch besser, es wurden kaum noch Dreier zugelassen und für schlechte Würfe der Gegner hart gearbeitet. Unsere Center haben zu dem Zeitpunkt auch sehr gut die Rebounds gepflückt und keine weiteren Chancen zugelassen. Allerdings muss man auch an der Stelle erwähnen, dass Recklinghausen ohne Center fungierte. Die HZ endete mit 10 Punkten Vorsprung 40:30.

Es folgt das zweite (unschöne) Gesicht. Recklinghausen stellte auf eine 2-1-2 Zonenverteidigung um und wir finden leider nicht das richtige Konzept die Zone zu knacken. Dennoch bleibt die Verteidigung konstant. Das Viertelergebnis 12:12 ändert nichts an der 10 Punkte Führung. Im letzten Viertel ist wieder der böse Geist der Damen 1 aus Barmen zu spüren, der Grund, warum wir ein Brett vorm Kopf haben. Totale Nervosität, Angst, Hysterie und Panik blockieren die freien basketballerischen Bewegungen, sodass man sich eher wie ein aktiver Zuschauer verhält, anstatt den Sack einfach zuzumachen. Was da passiert, ist Dramatik pur. Wir treffen vorne nichts mehr, nicht mal die freien Korbleger wollen ihr Ziel durch das Gehäuse finden. Und was macht das junge Recklinghausen? Einfach weiter penetration & pitch bis eine Spielerin an der Dreierlinie frei steht. Punkt für Punkt kommen sie ran und die Barmer verkrampfen immer mehr. 39. Minute und die erste Führung von Recklinghausen könnte nicht besser geschrieben werden.

ABER: Der Krimi hat noch ein paar extra Seiten. Ausgleich 60:60. Beide Teams haben sogar noch die Chance das Spiel zu gewinnen, doch wir gehen in die Verlängerung. Kein Abschütteln, kein „Hallo-Wach-Effekt“ in der Overtime, sodass wir eine bittere Niederlage von 64:72 einstecken müssen. Klar hat sich Kapitänin Franzi Goeßmann am Ende der regulären Spielzeit verletzt und konnte nicht weiter spielen. Klar hat Rebecca Butgereit sich mit 5 Fouls ab der 30. Minute selbst aus dem Spiel genommen. Auch sind weitere Spielerinnen noch nicht wieder richtig fit nach der Grippewelle, aber dennoch bin ich zu 100 % davon überzeugt, dass das restliche Team im Normalfall so ein Spiel gewinnen kann. Die Gründe hierfür stecken in den Köpfen der Mädels und ich habe mir das Ziel gesetzt, diese freizupusten, sodass der Kopf wieder Lust und Spaß an dem Sport hat und dann auch das Gewinnen wieder erreichbar ist.

Es spielten:

Alexandra Disterhoft ; Natascha Rose 23; Mona Ehlert 11; Kassandra Cabadakis 2 ; Marleen Arnold 2; Brigitte Schäfer 2; Rebecca Butgereit 4; Tete Minjoli 2; Franzi Goeßmann 10; Melina Döring 4; Janine Baumgartner 4.