Am Donnerstag, 25.11.21, kam alles anders, als geplant. Schon von vorneherein reiste man mit lediglich sieben Spielerinnen an – so dachten die Damen zumindest. Tatsächlich mussten die Wupper-Ladies zu fünft mit drei Centern auf dem Parkett zur späten Stunde starten, zwei Spielerinnen kamen erst Mitte des zweiten Viertels nach. Nun gut… Man hatte nichts zu verlieren und so agierten die fünf Barmerinnen auch. Befreit spielten sie auf und überraschten die Gastgeber aus Vorhalle mit einem spannenden Schlagabtausch. In der sechsten Minute gelang es den BTVlerinnen eine erste Duftmarke zu setzen und legten einen 8:0-Run hin (12:18 für den BTV). Spätestens hier musste Vorhalle klar sein, dass Barmen auch mit drei Centern auf dem Parkett eine gefährliche Konkurrenz ist. Die Gastgeber zogen an und verkürzten auf 16:18 zur ersten Viertelpause. Im zweiten Abschnitt folgte eine regelrechte 3-Punkte-Schlacht. Ein kurzer Blickwechsel zwischen Miri und Luise reichte und der nächste Wurf saß – leider nicht nur auf Barmer, sondern auch auf Hagener Seite, sodass man sich nicht absetzen konnte, sondern mit 34:34 in die Pause begab. Es folgte das verhexte dritte Viertel. Offensiv fanden die BTV-Ladies nicht mehr in das Duell, defensiv ließ man über die Center zu viel zu, sodass man mit 52:42 in den letzten Abschnitt ging. Das Match plätscherte zunächst so vor sich hin – keine Mannschaft erzielte noch erfolgreiche Abschlüsse und die Differenz verweilte bei zehn Punkten. Bei 2:30 Minuten auf der Shot clock folgte in einer Auszeit die Ansage: “Do or die!”. Die Damen gingen in eine mit großem Herz gespielte Vollfeldpresse und erarbeiteten sich Punkt für Punkt. In der 40. Minute war man auf zwei Zähler dran (59:57). Ein Foulpfiff schickte Barmen an die Linie. Beide Würfe wurden verwandelt. Der Ausgleich war da! Mit der Shot clock hatte man sogar die Gelegenheit, den Sack zu zu machen, traf aber leider nicht. So ging es in die Verlängerung. Die Aufholjagd hatte den sieben Damen nun aber sämtliche Kräfte gekostet – mehr war nicht drin: 72:61 gegen den BTV.

Am 4.12.21 liefen die Wupper-Ladies in heimischer Halle endlich wieder mit neun Spielerinnen auf. Davon eine auch Angelika Wiecka, die ihr Debut im Barmer Trikot feierte. Das versprach mehr Puste auf dem Parkett. Trotzdem fanden die Damen zunächst nicht so richtig ins Match gegen den SV Haspe. Mit 6:13 lag man zunächst im Hintertreffen. Eine kurze Auszeit rüttelte Barmen aber wach – es folgte ein 14:0-Run. Wuppertal zog an Haspe vorbei und es ging mit 20:15 in die erste kleine Pause. Was sonst so häufig das dritte Viertel ist, war dieses Mal das zweite: Offensiv fanden die Ladies zwar gute Ausstiege, doch der Ball wollte einfach nicht durch die Reuse. Gleichzeitig ließ die Mannschaft durch das Fehlen der zweiten Hilfe in der Mann-Mann bzw. der Passivität in der Zone viel zu viele Punkte der Gäste zu. Mit 27:36 ging es somit in die Halbzeit. In den dritten Abschnitt starteten die BTVlerinnen gut. Durch starke Penetrations kam das Team immer wieder an die Freiwurflinie und nötigte die Gäste aus Hagen nun zu mehr Passivität in der Verteidigung, um Fouls zu vermeiden. In der Offense lief damit der Ball wieder deutlich runder. In der 24. Minute war man Haspe wieder an den Fersen (37:40). Anstatt diesen positiven Trend mitzunehmen, ließen die Barmerinnen in den nun folgenden Minuten aber wieder zu viele Punkte zu. Mit 41:55 ging es so in den letzten Abschnitt. In diesem agierte Wuppertal sehr konzentriert. Man hatte erst im vorherigen Spiel zehn Punkte in 2:30 Minuten wettgemacht, dann sollten 14 doch wohl in zehn machbar sein. Dies wäre auch durchaus möglich gewesen – erarbeiteten sich die Ladies doch tolle 1:0-Korbleger und ganze 17 Freiwürfe. Doch wurden sowohl einige Korbleger verlegt als auch lediglich sieben Punkte von der Linie geholt. Damit musste sich Barmen letztlich mit 58:70 geschlagen geben.

“Im Moment läuft alles etwas chaotisch. Seit Wochen trainieren wir nicht im 5:5 – erst vergangenen Mittwoch standen wir nur zu sechst in der Halle im Training. Und trotzdem verbuchen wir gerade erstmal zwei durchaus knappe Niederlagen. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich und darf der Mannschaft Mut geben für das, was noch kommt! Vor der Winterpause steht nun noch Boele vor der Tür. Damit wartet zwar ein unangenehmer, sehr körperlicher Gegner auf uns, aber ein durchaus machbarer. Let’s go, Ladies!”

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