Erstes Viertel verpennt!

Die jungen BTV-Ladies starteten - im Gegensatz zu den vorangegangenen Wochen - nicht gut in das Match. Zwar folgte auf einen Mettmanner Korb in den ersten vier Minuten immer postwendend ein Barmer, doch stimmte die Verteidigung hinten und vorne nicht. Viel zu lasch und unkonzentriert ließ man immer wieder den Ball durch die Reuse wandern. In den ersten Minuten schien dies noch nicht dramatisch, wurde es aber zu dem Zeitpunkt, bei dem der BTV nicht mehr selber zu scoren wusste. Ein 13:0-Run war die Konsequenz und im Prinzip die Entscheidung. Denn nach diesem 12:27-Debakel, spielten die Wuppertalerinnen über weite Strecken ordentlich. In der Verteidigung agierten sie nun mit deutlich mehr Biss. In der Offense fielen dann auch wieder die Würfe. Das zweite Viertel konnte so ausgeglichen (10:10) und das dritte mit einem Punkt gewonnen werden (12:11). Im letzten Abschnitt gaben sich die BTV-Ladies nicht auf. Trotz einer deutlichen Differenz gingen sie in der 35. Minute auf Punktejagd und schafften es, sich binnen von zwei Minuten wieder in die Nähe zu kämpfen (48:61). Ließen sich dann aber wieder hängen und kassierten ärgerliche Körbe, sodass der letzte Abschnitt zwar nur knapp verloren ging (17:19), aber den schlechten Start nicht mehr ausglich: 51:67.

"Das war heute unnötig. Die Verteidigungsleistung schwankte zwischen Katastrophe und High-End. Warum das so ist, ist absolut fraglich und bleibt mir persönlich ein Rätsel. Dazu kommen mindestens fünf einfache, aber leider eben verlegte 1:0-Korbleger. Das sind zehn liegengelassene Punkte. Beides müssen unsere Ladies ablegen, wenn sie noch eines oder beide verbliebenen Spiele gewinnen wollen. Können tun sie das, die Frage liegt in dem über 40 Minuten konsequenten Abrufen ihrer Fähigkeiten", resümiert Trainerin Fohlmeister am Ende des Duells.

Chapeau, Ladies!

Verlor Barmen das Hinspiel noch mit knapp 50 Punkten, rissen die BTVlerinnen im Rückspiel das Ruder herum und hätten um ein Haar nach den Sternen gegriffen: Die D2 bewiesen im Lokalderby gegen die SW Baskets Köpfchen und können mehr als stolz auf sich sein!

Der BTV begann sehr konzentriert das Duell. Vollkommen überrascht von der taktisch sehr diszipliniert gespielten Verteidigung, gelang den Gästen nicht der erwartet leichte Start. Vielmehr zeichnete sich ein spannender Schlagabtausch ab, bei dem zunächst der Osten Wuppertals die Nase leicht vorne hatte. In der siebten Minute brach der BTV jedoch kurzfristig ein und schenkte den SWlerinnen einen 6:0-Run, den sie aber in den letzten Sekunden wieder beglichen. So ging es mit 10:10 in die erste kleine Pause. In den zweiten Abschnitt starteten die Gastgeber bärenstark. Binnen von fünf Minuten setzten sie sich durch einen 10:1-Lauf ab und eroberten damit eine 21:11-Führung. Leider folgte auf diesen großartigen Basketballauftakt eine kurze Durststrecke, in der der Ball nicht mehr durch die Reuse wollte - die SW Baskets fanden hingegen nun besser ins Spiel, sodass sie wieder herankamen. Der Ausgleich gelang ihnen jedoch nicht - Barmen ging mit 25:24 in die Halbzeit! Diese wurde genutzt, um an gewisse taktische Vorgaben zu erinnern, aber insbesondere um erneut an die Konzentration der Ladies zu appellieren. Die mahnenden Worte erzielten leider nicht ihre Wirkung. Die Gäste aus dem Westen legten einen 6:0-Run hin. Erst jetzt wurden die BTV-Ladies wieder wach und setzten sich zur Wehr. Erneut entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, bei dem wieder keiner der beiden Mannschaften die Nase vorne hatte. So ging es mit 37:40 (gegen den BTV) in den letzten Abschnitt. Die Luft fing vor Spannung förmlich an zu knistern. In der 36. Minute gelang es Barmen, die Führung erneut zu erobern (43:42), gab sie in der 37. jedoch wieder ab (43:47). Von Aufgeben war jedoch nicht die Rede! Der BTV zog an und glich in der 39. Minute wieder aus (47:47). SW setzte einen Dreipunktwurf; Barmen konterte und versenkte zwei Freiwürfe. Einen Punkt lag Wuppertals Osten nun im Hintertreffen. Die SWlerinnen setzten zwei Punkte oben drauf, doch weiterhin gaben die BTV-Ladies nicht auf. Beherzt zog Barmen ein Foul und ging wieder an die Linie. Einer der beiden Würfe saß (50:52). Noch 30 Sekunden waren zu spielen - Südwest patzte und der BTV war in Ballbesitz. Die Chance zum Ausgleich war nah, doch der letzte Angriff fruchtete nicht, sodass alle am Ende etwas bedröppelt auf dem Feld standen.

"Dennoch war das heute eine unfassbare Leistung! Sich gegen ehemalige Regionalliga-Spielerinnen derart zu behaupten, ist mega! Unsere Ladies setzten sämtliche taktischen Vorgaben tadellos um und nahmen den SWlerinnen damit vollkommen ihr routiniertes Spiel", resümiert die Trainerin am Ende und ergänzt: "Heute bin ich unglaublich stolz auf die Mädels. Sich nach dem letzten Duell in Kessel derart zu rehabilitieren und eine so sensationelle Leistung abzurufen, ist überhaupt nicht selbstverständlich! Für mich sind sie heute Sieger der Herzen, obwohl sie ihn zusätzlich auch auf dem Papier verdient gehabt hätten. Nun heißt es Zähne zusammen beißen, den Kopf heben und mit dieser Intensität, Leidenschaft und Selbstbewusstsein in die Trainingswoche gehen, um vielleicht schon im nächsten Match die Punkte nach Wuppertal zu holen. Mit der Leistung ist einfach alles möglich!"

Shenja

Offensiver Kollektivausfall!

Vergangenes Wochenende reisten die Damen an die holländische Grenze. Eigentlich war man gewillt, wie im Hinspiel, sich den Sieg erneut zu erobern. Daraus wurde leider nichts, denn an diesem Tag wollte so gar kein Ball durch die Reuse.

Der Start in das Spiel missglückte gänzlich. Binnen nur weniger Minuten stand es 8:0 gegen den BTV, sodass eine frühe Auszeit notwendig war. Die kurze Pause half leider nicht so richtig weiter. Hier und da fiel zwar der ein oder andere Korb, doch ließ man in der Defense bei der durch Pech gekrönten Offense einfach viel zu viele leichte Punkte zu. "Es wirkte, als bräuchte jede von uns ein Sauerstoffzelt. Anstatt, dass wir als jüngere Mannschaft die Fastbreaks hatten, kassierten wir einen nach dem anderen durch die Gastgeber." Warum? Die Frage ist bis heute offen, denn im letzten Viertel - da, wo bereits alles gelaufen war und man mit 26 Punkten zurück lag - drehten die Ladies endlich auf und riefen ihr Potenzial ab: In den letzten zehn Minuten ließ Barmen lediglich fünf Punkte zu und eroberte selber 18 Zähler, sodass beim Schlusspfiff "nur" eine 13-Punkt-Niederlage auf der Anzeigetafel zu verzeichnen war. 

"Der Anschreibetisch der Kesseler fasste das Spiel in einem Satz fünf Minuten vor Schlusspfiff gut zusammen: 'Jetzt spielen sie Basketball!' - alle in der Halle - Schiedsrichter, Anschreibetisch, die Kesseler Mannschaft - gingen von einem Sieg des BTV aus. Dieser wäre auch mehr als möglich gewesen. Wir spielten mal wieder weit unter unseren Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten in der Theorie zu besitzen, reicht aber nicht aus. Sie sind dann schließlich nicht auf dem Parkett. Es wir Zeit, dass unsere jungen Ladies mit mehr Spielfreude, Mut und Selbstwert auftreten. Wie bereits schon einmal erwähnt: es ist nicht der Kampf gegen die gegnerischen Mannschaften, den wir austragen, sondern den gegen unseren eigenen Kopf...!"

Shenja

Schnell erzählt!

Die Ladies konnten beim Spiel der Damen 2 nicht überzeugen. Schon beim Aufwärmen fehlte es an Teammoral und Einstellung. So starteten die Wuppertalerinnen dann auch (2:8, 4. Minute). Zwar rehabilitierten sie sich kurzfristig zum Viertelende (9:13), ließen sich im Anschluss aber wieder gehen. In keinem der folgenden Abschnitte konnten sie als Team überzeugen. So ging das Duell deutlich und verdient an die Gäste aus Essen (40:71).

"Die Frage, die sich die Damen stellen sollten, ist, wie sie zu dieser Mannschaft stehen und wie sie sich ihr gegenüber verhalten, wenn es mal nicht so gut läuft - steckt man lieber den Kopf in den Sand und arbeitet als Individualist oder ist man bereit, sich einzusetzen und gemeinsam den Weg wieder aus dem Schlamassel zu finden? Nicht immer läuft alles gut, aber entscheidend ist doch, wie man damit umgeht..."

Shenja

Eine Niederlage, die richtig weh tut!

38 Minuten liegt Barmen durchgängig vorne - in den letzten zwei Minuten wird das Spiel abgegeben. "So eine Niederlage tut richtig weh. Entsprechend geknickt waren alle Beteiligten. Dabei hätten die Ladies den Sieg mehr als verdient gehabt", kommentiert die Trainerin am Ende des Duells.

Stark starteten die Gäste von der Wupper in das Match. Binnen von drei Minuten stand es 0:6 für den BTV. Die über das ganze Feld gespielte und sehr intensive Mann-Mann-Verteidigung fruchtete, zugleich nahmen die Barmerinnen ihre Würfe - wie schon im letzten Spiel - mit Selbstbewusstsein und scorten damit. Bis zur fünften Minute waren die Gastgeber mit der Situation vollkommen überfordert. Dann holten sie jedoch mit einem 6:0-Run auf. Durch einen erfolgreichen Dreipunkt-Wurf schöpfte der BTV jedoch wieder Mut und legte noch weitere fünf Punkte hinterher. In die erste kurze Pause ging es schließlich mit 8:16 für die Ladies von der Wupper. Im zweiten Abschnitt entstand zunächst ein spannender Schlagabtausch, sodass Wuppertal die Achtpunkte-Führung hielt. In den letzten drei Minuten erzielten die Gastgeber ärgerlichweise einen 7:0-Run. So ging Barmen lediglich mit zwei Punkten Differenz in die Halbzeitpause (25:27). "Das Dahinschmelzen des Vorsprungs war zu diesem Zeitpunkt vollkommen unnötig. Zudem vergaben die Ladies erneut zwei sicher gelaubte 1:0-Korbleger." Nichtsdestotrotz ging Barmen motiviert in die Team-Besprechung. Hier wurden gewisse taktische Maßnahmen - insbesondere in der Verteidigung - thematisiert. Die Wuppertalerinnen setzten die Vorgaben tadellos um und konnten die Differenz zunächst leicht und dann durch einen 6:0-Run deutlich ausbauen (34:45). Leider kam nun die stark aufspielende gegnerische Centerin ins Spiel, gegen die die Barmer Mannschaft nichts entgegensetzen konnte. Sie erzielte die entscheidenden Punkte und hielt Duisburg nicht nur bis zur 38. Minute am Leben, sondern drehte zu diesem Zeitpunkt auch das Blatt. Am Ende verlor der BTV mit 61:55.

"Die Niederlage ist entsprechend bitter. Wenn man 38 Minuten führt, hat man eigentlich auch den Sieg verdient. Am Ende fehlten jedoch schlicht und ergreifend erneut die Kräfte. Maja verletzte sich zudem in der ersten Halbzeit und konnte nicht weiterspielen, sodass nur noch sechs Spielerinnen auf dem Feld agieren konnten - dabei sind sieben schon wenig. 40 Minuten mit voller Konzentration und Intensität zu spielen, schaffen wir einfach nicht und das soll auch so nicht sein. Daher hoffen wir darauf, dass alle Grippen und Verletzungen bald auskuriert sind und wir mit einem größeren Kader antreten können", resümiert die Trainerin am Ende des Duells und ergänzt: "Auch, wenn es heute schwerfällt, es anzunehmen, ist dennoch hinzuzufügen, dass die jungen Ladies einen großartigen Job gemacht haben. Im Hinspiel verloren wir noch mit 28 Punkten. Heute waren es nur sechs. Das zeigt die Entwicklung, die wir bereits hingelegt haben. Die Sieges-Mentalität müssen wir nur dringend aufrechterhalten, denn der größte Gegner sind nicht die anderen Mannschaften, sondern der eigene Kopf."

Shenja