Wahnsinn! Wie viel Pech man haben kann...

Nach dem so verdienten Sieg in der vergangenen Woche wollte das Glück am gestrigen Abend nicht auf der Seite der Barmer Ladies stehen. Schon im Warm-up verletzte sich Julia Heinrichs so sehr, dass sie trotz Versuches am Ende auf der Bank bleiben musste. Man spürte schon in der Ansprache vor Spielbeginn, welche Auswirkungen das auf die Mentalität der Gastgeberinnen hatte...
Trotzdem sagte man den Hülserinnen, die auf dem vierten Tabellenplatz stehen, den Kampf an.

Unglücklich starteten die BTV-Damen in das Duell. Im ersten Viertel wollte der Ball noch nicht wirklich durch die Reuse. Gleichzeitig argierte man zu ängstlich in der Verteidigung. 11:20 war die Konsequenz. Mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf in der zwölften Spielminute von Alex Disterhoft ging jedoch ein Ruck durch die Mannschaft. Barmen wusste nun zu scoren und arbeitete gleichzeitig in der Verteidigung besser, sodass Wuppertal zur Halbzeit auf 28:33 verkürzen konnte.
Nach der Pause griff man fast nach den Sternen. Miriam Biedebach setzte nun auch einen "Dreier" und Mounia Mkadmi brachte den Ausgleich wenige Sekunden später (33:33). Doch was folgte, war nun ein Totalausfall über lange sieben Minuten, in denen die Gäste aus Hüls einen 9:0-Run hinlegte. Gegen Ende der dritten Spielperiode berappelten sich die BTV-Damen aber wieder etwas und erreichten zur Viertelpause eine 9-Punkte-Differenz. Das Spiel war damit durchaus noch offen.
Binnen von zwei Minuten verkürzte Wuppertal auf fünf Zähler, patzte dann aber wieder und verschenkte einen 6:0-Run an die Gäste. Trotzdem gaben sich die Damen nicht auf. In den letzten Minuten bissen sie auf's Zahnfleisch und arbeiten unfassbar gut in der Verteidigung. Sie erarbeiten sich dadurch auch tatsächlich die erhofften Bälle und konnten abschließen. Doch leider war das Umschalten dann von der Offense in die Defense nicht der "Burner", sodass man "nur" ausgeglichen spielte, aber das Match nicht mehr drehen konnte.

"Es ist sehr schade, wie das Spiel heute gelaufen ist. Das Umschalten und die fehlenden Rebounds haben heute für die Niederlage gesorgt. Dennoch muss man sich vor Augen halten, dass man mit einer so angeschlagenen Truppe gegen den Viertplatzierten der Liga nur mit acht Punkten verloren hat. Also: Kopf hoch! Weiter geht's!", kommentieren die Trainer am Ende des Duells.

Andreas und Shenja