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Pleite im Lokalderby!

Eigentlich hatte man aus der vergangenen Saison noch etwas gut zu machen (2-Punktniederlage), doch sollte es an diesem Samstagabend einfach nicht sein.

Die Damen 2 starteten zunächst sehr souverän in das Duell. Die ersten Körbe fielen auf Barmer Seite. Erst in der dritten Minute zogen die SWlerinnen nach und übernahmen mit 4:6 die Führung. Von da an entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Match. Der BTV patzte leider bei den Freiwürfen (6/10), sonst hätte das erste Zwischenergebnis noch enger ausgefallen können (12:20).

Das Verhängnis der Mannschaft war der zweite Abschnitt. Hier ließen die Barmer Ladies die Gäste aus dem Westen immer wieder vollends in der Halbdistanz frei stehen. Diese wussten aber den Ball sicher durch die Reuse zu schicken, sodass sie in der Offense leichtes Spiel hatten. Die Gastgeber verstolperten hingegen zahlreiche Fastbreaks und trafen praktisch nichts aus der Distanz. In der Konsequenz wurde dieses Viertel mit 6:23 beendet, sodass zur Halbzeit ein sehr bitteres Ergebnis von 18:43 auf der Anzeigetafel zu sehen war.

Aufgeben wollten sich die Barmerinnen jedoch nicht. Der dritte Abschnitt lief auch gleich wieder besser. Durch die Mann-Mann-Verteidigung kamen die Gäste nicht mehr so leicht an offene Würfe, gleichzeitig scorte man selber wieder etwas mehr (12:17). Doch so richtig los ging es im letzten Viertel. Bei einem Punktestand von 30:60 hatte der BTV nichts mehr zu verlieren und es platzte der Knoten. Durch eine ausgesprochen aggressive, aber sportlich faire Defense eroberten sich die jungen Damen einen 16:3-Run und verkürzte damit auf 17 Punkte innerhalb von sechs Minuten! "Das war unfassbar, was meine Mädels in dieser kurzen Zeit auf das Parkett legten. Sie waren wie ausgewechselt und die SWlerinnen schlicht und ergreifend total überfordert. Einfach grandios!", kommentiert Fohlmeister. Leider hielt die Mannschaft diesen Kraftakt nicht bis zum Schluss durch. "Sonst hätte es tatsächlich nochmal eine enge Kiste werden können", ist sich die Trainerin sicher. So aber wurde die Differenz zum Ende hin wieder höher, denn die Barmerinnen verteidigten hier zwar weiter intensiv, aber nicht mehr sauber, sodass die Gäste immer wieder an die Linie kamen und scorten. Der BTV hatte hingegen nicht mehr die notwendigen Schnellangriffe, um an die leichten Punkte zu kommen, die Barmen wieder ins Spiel brachten. Damit ging das Duell mit 43:76 leider sehr deutlich an die SWlerinnen.

"Die Niederlage ist natürlich sehr ärgerlich - v.a. in der Höhe. Blendet man jedoch das zweite Viertel aus, so steht nur eine Differenz von elf Punkten auf dem Ergebnisbogen. D.h., dass unsere Ladies durchaus einen ordentlichen Job gemacht haben. Woran wir arbeiten müssen, ist zum einen die Turnover-Anzahl und zum anderen der Wurf aus der Distanz. Eigentlich spielen beide Aspekte in der Mannschaft keine Rolle - doch hat sich seit dem Witten-Spiel irgendwie eine Blockade aufgebaut, die es nun aufzulösen gilt. Gemeinsam werden wir das aber schaffen!", resümiert Fohlmeister am Ende des Duells.