BTV-Pferd springt nur so hoch, wie es muss!

Am vergangenen Montag musste die D2 direkt einen Tag nach dem Spitzenspiel gegen die Witten Baskets nach Hagen. "Die ganze Woche hatten wir uns auf einen komplett anderen Konkurrenten vorbereitet, daher warnte ich unsere Ladies noch vor Sprungball, das Duell nicht auf die leichte Schulter zu nehmen", so Fohlmeister. Trotz der mahnenden Worte entwickelte sich ein ausgesprochen spannendes Match.

Das erste Viertel war vollkommen ausgeglichen. Die Hoheleyerinnen wussten über ihre Verteidigung die Gäste nervös zu machen und zwangen sie zu vielen unnötigen Turnovern. Hagen agierte jedoch vergleichbar in der Offense, sodass auf einen Hagener Korb auch stets ein Barmer folgte, insgesamt aber nur wenige Punkte fielen (11:11). In den zweiten zehn Minuten kam Wuppertal besser ins Spiel. Leider lies man in diesem Abschnitt zwei Dreipunktwürfe zu - sonst hätte man dieses Viertel noch deutlicher für sich entscheiden können (10:14). Mit einer Vier-Punkt-Führung ging es entsprechend in die Halbzeit. Hier wurde insbesondere die Turnover-Anzahl nochmal betont. Auch ein geordnetes Setplay wurde eingefordert, das aufgrund des Drucks der Gastgeber-Verteidigung kaum zustandekam.

Mit zunehmender Spielzeit in der zweiten Hälfte gelang es Stück für Stück, mehr Struktur in das Match zu bekommen. Nun wollten aber die erarbeiteten offenen Optionen nicht mehr fallen. Das Duell blieb entsprechend spannend. Lediglich mit einer 5-Punkte-Führung ging die BTV-Mannschaft in die letzten zehn Minuten. Hagen startete in diesen Abschnitt besser und verkürzte auf 31:33. Dann ging es hin und her. Auf einen Barmer Korb folgte postwendend ein Hoheleyer. In der 36. Spielminute verkürzten die Gastgeber mit einem erfolgreichen Dreipunkt-Wurf auf 36:37. Erst dann ging ein Ruck durch die eigenen Reihen. Ein 9:2-Run machte den Sack zu.

"Das ganze Match über waren doch alle sehr entspannt - man würde den Sieg schon so nach Hause schaukeln. Entsprechend agierten auch alle Ladies auf dem Parkett. Erst vier Minuten - aber gerade noch rechtzeitig - war klar, man kann hier auch verlieren. Jetzt wurden wir wach, fingen mit einer hohen Intensität an zu verteidigen und lief in der Offense die entsprechenden Fastbreaks. Damit haben wir so gerade eben noch die Kurve bekommen, was nicht selbstverständlich ist. Unter regulären Umständen wäre ein solcher Spielverlauf ein No-go gewesen. Aufgrund der Tatsache, dass man sich die Vorwoche aber auf einen ganz anderen Gegner vorbereitet hat, das schwierige und anstrengende Spitzenspiel noch in den Knochen hatte und es Montagabend war, lässt sich mit dem Gerade-so-Sieg ganz gut leben", resümiert Fohlmeister das Duell.

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