Damen nötigen Duisburg zur Umstellung auf Zone!

Vergangenen Samstag ging es in Duisburg gegen den aktuellen Tabellenführer. Gewillt an die gute Leistung von der Vorwoche anzuknüpfen, starteten die jungen Ladies sehr konzentriert und mit einer hohen Intensität in das Duell.

Wie schon im Hinspiel musste man sich gegen eine Mann-Mann-Verteidigung beweisen. Durch die tadellose Umsetzung der taktischen Vorgaben, entstand ein spannender Schlagabtausch, mit dem die Gastgeber nicht gerechnet hatten. Immer wieder fruchteten die Systeme gegen die Verteidigungsform der Duisburger. Entsprechend endete das erste Viertel mit 16:16. Taktisch nötigte man damit die Gastgeber auf eine Zone umzustellen - ganz im Gegenteil noch zum Hinspiel. Leider kamen die BTV-Ladies mit dieser anderen Verteidigungsvariante nun gar nicht zurecht. Fielen in den vergangenen Duellen die Würfe sehr hochprozentig von außen, so schien der Korb in diesem Match wie vernagelt. Lediglich zwei Bälle fanden in diesem zweiten Abschnitt ihr Ziel. Der fehlende Spielrhythmus, sowie das häufig unsportliche und nur hin und wieder geahndete Agieren der Duisburger ließ auch die Verteidigung schwächeln. Das zweite Viertel war der verheerende Knackpunkt in dem Match. Dieses ging mit 23:4 an die Gastgeber. Nach der Halbzeit rehabilitierten sich die Wuppertalerinnen etwas. Die Verteidigung war nun deutlich besser, doch die Würfe fielen weiterhin nur selten (16:8). Erst im letzten Abschnitt - wie so häufig, wenn das Spiel gelaufen ist - scorten die Barmer Ladies, spielten wie zu Beginn auf Augenhöhe und konnten damit das Viertel auch sofort gewinnen (6:14). 

"Die Tatsache, dass es am Ende wieder mit den Würfen klappte, spricht erneut für eine reine Kopfsache. Zu verkrampft wurden die Abschlüsse genommen und konnten entsprechend auch nicht fallen. In dem Moment, in dem das Spiel hingegen entschieden war und unsere Ladies entspannten, rollten auch die Punkte. Daran müssen wir weiter arbeiten. Die Niederlage ist zwar ärgerlich, doch sollte sich die Mannschaft über die kleinen Erfolge freuen: Duisburg war nicht in der Lage gegen uns eine Mann-Mann-Verteidigung zu spielen. Desweiteren konnten gegen die Zone der Gastgeber immer freie Optionen herausgespielt werden, die - als sie fielen - sofort für ein ausgeglichenes Match sorgten. Außerdem setzten sich unsere Ladies gegen über weite Strecken sehr unsportlich spielende Gastgeber zur Wehr. Gefühlt alle fünf Minuten lag eine Barmerin am Boden, weil die Duisburger schubsten, mit ihrer dreifachen Masse von unseren in sie hineinrannten oder auch Flopping betrieben. Schade, dass eine derartige Spielweise belohnt wird", kommentierte die Trainerin am Ende des Duells.

Shenja