Offensiver Kollektivausfall!

Vergangenes Wochenende reisten die Damen an die holländische Grenze. Eigentlich war man gewillt, wie im Hinspiel, sich den Sieg erneut zu erobern. Daraus wurde leider nichts, denn an diesem Tag wollte so gar kein Ball durch die Reuse.

Der Start in das Spiel missglückte gänzlich. Binnen nur weniger Minuten stand es 8:0 gegen den BTV, sodass eine frühe Auszeit notwendig war. Die kurze Pause half leider nicht so richtig weiter. Hier und da fiel zwar der ein oder andere Korb, doch ließ man in der Defense bei der durch Pech gekrönten Offense einfach viel zu viele leichte Punkte zu. "Es wirkte, als bräuchte jede von uns ein Sauerstoffzelt. Anstatt, dass wir als jüngere Mannschaft die Fastbreaks hatten, kassierten wir einen nach dem anderen durch die Gastgeber." Warum? Die Frage ist bis heute offen, denn im letzten Viertel - da, wo bereits alles gelaufen war und man mit 26 Punkten zurück lag - drehten die Ladies endlich auf und riefen ihr Potenzial ab: In den letzten zehn Minuten ließ Barmen lediglich fünf Punkte zu und eroberte selber 18 Zähler, sodass beim Schlusspfiff "nur" eine 13-Punkt-Niederlage auf der Anzeigetafel zu verzeichnen war. 

"Der Anschreibetisch der Kesseler fasste das Spiel in einem Satz fünf Minuten vor Schlusspfiff gut zusammen: 'Jetzt spielen sie Basketball!' - alle in der Halle - Schiedsrichter, Anschreibetisch, die Kesseler Mannschaft - gingen von einem Sieg des BTV aus. Dieser wäre auch mehr als möglich gewesen. Wir spielten mal wieder weit unter unseren Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten in der Theorie zu besitzen, reicht aber nicht aus. Sie sind dann schließlich nicht auf dem Parkett. Es wir Zeit, dass unsere jungen Ladies mit mehr Spielfreude, Mut und Selbstwert auftreten. Wie bereits schon einmal erwähnt: es ist nicht der Kampf gegen die gegnerischen Mannschaften, den wir austragen, sondern den gegen unseren eigenen Kopf...!"

Shenja