Eine Niederlage, die richtig weh tut!

38 Minuten liegt Barmen durchgängig vorne - in den letzten zwei Minuten wird das Spiel abgegeben. "So eine Niederlage tut richtig weh. Entsprechend geknickt waren alle Beteiligten. Dabei hätten die Ladies den Sieg mehr als verdient gehabt", kommentiert die Trainerin am Ende des Duells.

Stark starteten die Gäste von der Wupper in das Match. Binnen von drei Minuten stand es 0:6 für den BTV. Die über das ganze Feld gespielte und sehr intensive Mann-Mann-Verteidigung fruchtete, zugleich nahmen die Barmerinnen ihre Würfe - wie schon im letzten Spiel - mit Selbstbewusstsein und scorten damit. Bis zur fünften Minute waren die Gastgeber mit der Situation vollkommen überfordert. Dann holten sie jedoch mit einem 6:0-Run auf. Durch einen erfolgreichen Dreipunkt-Wurf schöpfte der BTV jedoch wieder Mut und legte noch weitere fünf Punkte hinterher. In die erste kurze Pause ging es schließlich mit 8:16 für die Ladies von der Wupper. Im zweiten Abschnitt entstand zunächst ein spannender Schlagabtausch, sodass Wuppertal die Achtpunkte-Führung hielt. In den letzten drei Minuten erzielten die Gastgeber ärgerlichweise einen 7:0-Run. So ging Barmen lediglich mit zwei Punkten Differenz in die Halbzeitpause (25:27). "Das Dahinschmelzen des Vorsprungs war zu diesem Zeitpunkt vollkommen unnötig. Zudem vergaben die Ladies erneut zwei sicher gelaubte 1:0-Korbleger." Nichtsdestotrotz ging Barmen motiviert in die Team-Besprechung. Hier wurden gewisse taktische Maßnahmen - insbesondere in der Verteidigung - thematisiert. Die Wuppertalerinnen setzten die Vorgaben tadellos um und konnten die Differenz zunächst leicht und dann durch einen 6:0-Run deutlich ausbauen (34:45). Leider kam nun die stark aufspielende gegnerische Centerin ins Spiel, gegen die die Barmer Mannschaft nichts entgegensetzen konnte. Sie erzielte die entscheidenden Punkte und hielt Duisburg nicht nur bis zur 38. Minute am Leben, sondern drehte zu diesem Zeitpunkt auch das Blatt. Am Ende verlor der BTV mit 61:55.

"Die Niederlage ist entsprechend bitter. Wenn man 38 Minuten führt, hat man eigentlich auch den Sieg verdient. Am Ende fehlten jedoch schlicht und ergreifend erneut die Kräfte. Maja verletzte sich zudem in der ersten Halbzeit und konnte nicht weiterspielen, sodass nur noch sechs Spielerinnen auf dem Feld agieren konnten - dabei sind sieben schon wenig. 40 Minuten mit voller Konzentration und Intensität zu spielen, schaffen wir einfach nicht und das soll auch so nicht sein. Daher hoffen wir darauf, dass alle Grippen und Verletzungen bald auskuriert sind und wir mit einem größeren Kader antreten können", resümiert die Trainerin am Ende des Duells und ergänzt: "Auch, wenn es heute schwerfällt, es anzunehmen, ist dennoch hinzuzufügen, dass die jungen Ladies einen großartigen Job gemacht haben. Im Hinspiel verloren wir noch mit 28 Punkten. Heute waren es nur sechs. Das zeigt die Entwicklung, die wir bereits hingelegt haben. Die Sieges-Mentalität müssen wir nur dringend aufrechterhalten, denn der größte Gegner sind nicht die anderen Mannschaften, sondern der eigene Kopf."

Shenja