Spieltag 15 Damen 1 vs. Citybasket Recklinghausen

2 Halbzeiten und 2 Gesichter. Die Gegner Recklinghausen kommen wahrscheinlich mit der jüngsten Mannschaft dieser Liga nach Wuppertal. Das erste Viertel scheint vielversprechend zu werden. Viel Tempo auf beiden Seiten und hohe Trefferquoten bringen ein punktereiches Ergebnis von 20:21. Auch das zweite Viertel war offensiv gleich stark wie das erste. Besonders Natascha Rose war on fire und konnte bereits in HZ 1 17 Punkte beitragen. Die Verteidigung wurde auch besser, es wurden kaum noch Dreier zugelassen und für schlechte Würfe der Gegner hart gearbeitet. Unsere Center haben zu dem Zeitpunkt auch sehr gut die Rebounds gepflückt und keine weiteren Chancen zugelassen. Allerdings muss man auch an der Stelle erwähnen, dass Recklinghausen ohne Center fungierte. Die HZ endete mit 10 Punkten Vorsprung 40:30.

Es folgt das zweite (unschöne) Gesicht. Recklinghausen stellte auf eine 2-1-2 Zonenverteidigung um und wir finden leider nicht das richtige Konzept die Zone zu knacken. Dennoch bleibt die Verteidigung konstant. Das Viertelergebnis 12:12 ändert nichts an der 10 Punkte Führung. Im letzten Viertel ist wieder der böse Geist der Damen 1 aus Barmen zu spüren, der Grund, warum wir ein Brett vorm Kopf haben. Totale Nervosität, Angst, Hysterie und Panik blockieren die freien basketballerischen Bewegungen, sodass man sich eher wie ein aktiver Zuschauer verhält, anstatt den Sack einfach zuzumachen. Was da passiert, ist Dramatik pur. Wir treffen vorne nichts mehr, nicht mal die freien Korbleger wollen ihr Ziel durch das Gehäuse finden. Und was macht das junge Recklinghausen? Einfach weiter penetration & pitch bis eine Spielerin an der Dreierlinie frei steht. Punkt für Punkt kommen sie ran und die Barmer verkrampfen immer mehr. 39. Minute und die erste Führung von Recklinghausen könnte nicht besser geschrieben werden.

ABER: Der Krimi hat noch ein paar extra Seiten. Ausgleich 60:60. Beide Teams haben sogar noch die Chance das Spiel zu gewinnen, doch wir gehen in die Verlängerung. Kein Abschütteln, kein „Hallo-Wach-Effekt“ in der Overtime, sodass wir eine bittere Niederlage von 64:72 einstecken müssen. Klar hat sich Kapitänin Franzi Goeßmann am Ende der regulären Spielzeit verletzt und konnte nicht weiter spielen. Klar hat Rebecca Butgereit sich mit 5 Fouls ab der 30. Minute selbst aus dem Spiel genommen. Auch sind weitere Spielerinnen noch nicht wieder richtig fit nach der Grippewelle, aber dennoch bin ich zu 100 % davon überzeugt, dass das restliche Team im Normalfall so ein Spiel gewinnen kann. Die Gründe hierfür stecken in den Köpfen der Mädels und ich habe mir das Ziel gesetzt, diese freizupusten, sodass der Kopf wieder Lust und Spaß an dem Sport hat und dann auch das Gewinnen wieder erreichbar ist.

Es spielten:

Alexandra Disterhoft ; Natascha Rose 23; Mona Ehlert 11; Kassandra Cabadakis 2 ; Marleen Arnold 2; Brigitte Schäfer 2; Rebecca Butgereit 4; Tete Minjoli 2; Franzi Goeßmann 10; Melina Döring 4; Janine Baumgartner 4.

Spieltag 10 Damen 1 vs. VFL Astrostars Bochum

Absolut keine Chance hatten die Barmer Damen an diesem Sonntag gegen starke Bochumer. Von Anfang bis Ende zeigten die Astrostars warum sie um die Meisterschaft mitspielen. Zwar gab es immer wieder schöne Spielzüge der Wuppertaler, aber die Konstanz der gelungenen Aktionen fehlte. Man verlor jedes Viertel ziemlich deutlich 23:13, 27:12, 24:9 und 28:13, so dass am Ende sogar über 100 Punkte kassiert wurden 102:47. Allein positiv zu erwähnen ist, dass unsere Jüngste teilweise ihre Minuten nutze, um ihr Talent zu zeigen. Alexandra Disterhoft kam auf 7 Punkte und wirkte ohne Angst beim Ballvortrag.

Es spielten:

Alexandra Disterhoft 7; Natascha Rose 8; Mona Ehlert 6; Kassandra Cabadakis ; Brigitte Schäfer; Rebecca Butgereit 8; Marleen Arnold 4; Franzi Goeßmann 8; Melina Döring 2; Janine Baumgartner 4.

Spieltag 11 Damen 1 vs. TSVE Bielefeld

Das letzte Spiel der Hinrunde und gleichzeitig eines der besten der laufenden Saison. Direkt ans Ende des Spiels gespult gab es ein Bild, welches die Intensität des Spiels sehr gut beschreibt. Wir haben zwei Freiwürfe und 4 von 5 Spielerinnen der Bielefelder ringen nach Luft und hoffen nur noch darauf, dass gleich Schluss ist. Zurück zum Anfang. Ohne Center Marleen Arnold, die den 60. Ihres Vaters feiert, herzlichen Glückwunsch nachträglich auf diesem Weg, und zahlreichen angeschlagenen Spielern, die sich zeitgemäß Erkältungsviren eingefangen haben, spielten wir absolut am Limit. Das erste Viertel hat es in sich. Wir kommen gut ins Spiel, ziehen Fouls und nutzen die Schwäche des Gegners, die Personalmangel lautet. Vor allem Janine Baumgartner scort beliebig von der Highpost Position in diesem Abschnitt. Wir kommen auf 21 Zähler und gewinnen das Viertel mit einem Punkt. Doch auch zu Beginn wird deutlich, dass Bielefeld Zielwasser bekommen hat. Es wirft einfach jeder von der Dreipunktelinie und das mit einer hohen Treffsicherheit. So beginnen sie mit 5 von 5 aus der Ferne und halten sich so im Spiel. Anschließend wurde die Verteidigung ein wenig justiert und auch das zweite Viertel war sehr ausgeglichen zum Halbzeitstand 36:36. In der zweiten Halbzeit haben unsere Dreierversuche auch endlich ihr Ziel gefunden. Kapitän Franzi Goeßmann spielt mit Rückenproblemen, ist im dritten Abschnitt aber kaum zu stoppen (16:15). Wir führen mit einem Punkt. Wir gehen in die Schlussphase. Erfahrung zahlt sich aus. Obwohl Bielefeld sichtlich erschöpft ist, schaffen sie es immer wieder uns Dreier einzustreuen, die uns wie Nadelstiche weh tun. Insgesamt sind es am Ende 13 Dreier, die die Niederlage unvermeidlich machen, so steht es am Ende 63:72. Wenn wir die Winterpause nutzen, um uns konditionell aufs richtige Level zu bringen, außerdem ein wenig mehr Glück für 2020 haben, dann wird die Rückrunde spannend.

Es spielten:

Alexandra Disterhoft 2; Natascha Rose 10; Mona Ehlert 12; Kassandra Cabadakis ; Brigitte Schäfer; Rebecca Butgereit 2; Franzi Goeßmann 17; Melina Döring 4; Janine Baumgartner 16.

Spieltag 9 vs. DJK Frankenberg

Abstiegskampf vom Feinsten! Unsere Damen beginnen das erste Viertel hochmotiviert, voll konzentriert und fokussiert, mit dem Willen das Spiel zu gewinnen. 3:9 nach der dritten Minute – guter Start. Leider hatten die Schiedsrichter einen anderen Gedanken vom Abstiegskampf und haben eine sehr kleinliche Linie gepfiffen. Das Ergebnis waren viele Fouls und ein schnellerer Beginn der Rotation durch Foulprobleme. Das hat den Spielplan etwas durcheinander geworfen. Die überdurchschnittlich großen Aachener fanden immer besser ins Spiel dadurch und gewannen das erste Viertel mit 25:24. Das zweite Viertel war das schlechteste. Wir haben zwar nur 16 Punkte kassiert, aber die Ausbeute in der Offensive betrug auch nur 6 Punkte zum Halbzeitergebnis 41:30. Die Enttäuschung war zu diesem Zeitpunkt spürbar, aber nur von kurzer Dauer. Dinge, die geändert werden müssen, wurden genau analysiert und die Aufgaben für die zweite Halbzeit dementsprechend verteilt. Jetzt war wieder der Siegeswille zu spüren. Ab diesem Zeitpunkt waren wir bissig, haben uns auf jeden freien Ball geworfen und haben es sogar geschafft, die beste Spielerin auf Seiten der Aachener, Müller, ebenfalls durch Foulprobleme auf die Bank zu befördern. So stand es zum Ende des dritten Viertels 54:46, wir hatten also drei Punkte gut gemacht. Das war das beste Viertel meiner Mannschaft in dieser Saison. Wenn wir so 40 Minuten spielen könnten, dann würden wir auch die Teams im Mittelfeld ärgern können, so Coach Butgereit. Natürlich ist es auch ein Kraftakt, wenn man die ganze Zeit pressen muss, da schwindet schnell die Kontrolle in den Beinen und auch im Kopf. So kassierten wir leider in der 33. Minute ein Foul, über das man sicherlich diskutieren kann, aber das darauf folgende technische Foul wegen Meckern war angekündigt und nicht anzuzweifeln. Wir erlitten einen kleinen Bruch in dieser Phase, konnten uns aber wieder bis zur 38. Minute davon befreien. Vor allem Mona Ehlert und Kapitänin Franzi Goessmann zeigten ihre Erfahrung und haben alles gegeben (63:56). Jetzt noch ein erfolgreiches Scoring, dann wird das hier eine Zitterpartie! Wieder auf dem Feld Müller, die auch von den lautstarken Fans der Aachener angepeitscht wurde, übernahm die letzten 2 Minuten und konnte sich und ihr Team zum Sieg führen (69:58). Eher unauffällig, aber mit guten Statistiken (double-double/Rebounds und Punkte) konnte Marleen Arnold ihrem alten Team aus Frankenberg zeigen, was sie in den 5 Jahren in Aachen dazu gelernt hat.

Es spielten:

Alexandra Disterhoft; Natascha Rose 2; Mona Ehlert 9; Kassandra Cabadakis 2; Brigitte Schäfer; Rebecca Butgereit 6; Marleen Arnold 12; Franzi Goessmann 21; Melina Döring 4; Janine Baumgartner 2.

Spieltag 8 Damen 1 vs. Capitol Bascats Düsseldorf

Wenn man sich die Tabellensituation anschaut, dann weiß man ungefähr was an diesem Spieltag passieren könnte. Auf der einen Seite haben wir die Düsseldorfer, die am Ende der Saison um Platz 1 mitspielen und auf der anderen Seite den BTV, die jeden Spieltag um den Abstieg kämpfen. Es kam genau wie erwartet. Von Anfang bis Ende dominierten die Bascats und zeigten unseren Damen, dass der Basketballsport eine körperliche Rolle hat. Mir war das Ergebnis von Anfang an relativ egal, ich wollte dass unsere Damen die Energie der Gegner aufsammeln und aus dieser Partie lernen, doch die Köpfe waren unten und die Gedanken ganz woanders, so Coach Butgereit. Das Spiel endete 45:98 und die meisten Angehörigen der Wuppertaler waren froh, dass es am Ende nicht dreistellig wurde.

Es spielten:

Alexandra Disterhoft 2; Natascha Rose 5; Mona Ehlert 9; Kassandra Cabadakis; Brigitte Schäfer 2; Rebecca Butgereit 6; Marleen Arnold 4; Franzi Goeßmann 13; Janine Baumgartner 4.

Spieltag 6 Damen 1 @ NBO

Unsere Damen präsentierten sich in Oberhausen leider zu unsicher. Man hat schnell die Rolle des “Underdog“ eingenommen und wollte diese auch scheinbar nicht mehr hergeben. Sicherlich war auch die Schiedsrichterleistung ein Thema an diesem Tag, aber nicht für die Niederlage entscheidend, sondern eher für das so deutliche Ergebnis 90:55. Wir verloren leider jedes Viertel recht klar und haben eingesehen, dass die Leistungsbereitschaft zu wenig war. Nach vorne blickend muss man sagen, dass Marleen Arnold endlich auf dem Scoreboard mit 14 Punkten und zahlreichen Rebounds erschienen ist. Folgend in der Punkteverteilung Kapitänin Franzi Goeßmann mit 13 Punkten und Janine Baumgartner mit 12 Punkten. Verletzungsbedingt mit einer Zerrung fiel auch noch Rebecca Butgereit nach dem ersten Viertel aus. „Wir müssen uns weiter auf die Verteidigung konzentrieren und dürfen niemals nachlassen hungrig auf den Ball zu sein“, so Coach Butgereit.

Es spielten:

Alexandra Disterhoft 1; Natascha Rose 5; Mona Ehlert 4; Miri Januszok ; Brigitte Schäfer 1; Rebecca Butgereit; Marleen Arnold 14; Franzi Goeßmann 13; Janine Baumgartner 12; Melina Döring 5.