Nichts für schwache Nerven!

Das Spiel der U12 am vergangenen Sonntag wurde zu einem absoluten Basketball-Krimi, an dessen Ende die Barmer Truppe Nervenstärke zeigte und somit als knapper Sieger das Feld verließ...

...Erleichterung und Freude waren groß, als nach 40 Minuten beim Stand von 66-60 für den BTV endlich der Schlusspfiff durch die Halle tönte. Alle Spannung fiel ab, nicht nur von SpielerInnen und Trainerin, sondern auch von allen mitgereisten Eltern. Zuvor boten beide Mannschaften ein heißes Duell auf Augenhöhe, bei dem das Team mit dem größeren Siegeswillen am Ende das Spiel entscheiden konnte.

Dabei erwischte man auf Barmer Seite den besseren Start, der vllt. auch letztendlich die Grundlage für den Sieg war. Schnell zog man auf zehn Punkte davon und konnte die starken Bochumer ein ums andere Mal überrennen. Doch schon bald waren die Gastgeber besser darauf eingestellt und konnten die Barmer so immer wieder zu Fehlern zwingen, die sie dann gleich auf ihrer Seite in Punkte verwandelten. So schmolz der Vorsprung auf magere vier Pünktchen, ehe man sich kurz vor der Pause noch einmal aufraffte. Neun Punkte Vorsprung zeigte die Anzeigetafel zur Halbzeit.

Doch dann sollte das Spiel erst richtig beginnen. Die Bochumer kamen besser aus der Kabine, starteten aggressiv und mit schnellen Händen ins dritte Viertel. Wegen mangelnder Mann-Mann-Verteidigung gaben beide Mannschaften Punkte ab, die man sich in dieser Situation eigentlich nicht hätte erlauben können. Man ließ sich anstecken von hektischen Gegnern und lauten Eltern, die sich auf der Tribüne für ihre Mannschaft die Selle aus dem Leibe brüllten. Es entwickelte sich ein nervöses Spiel mit schnellen Abschlüssen, welches immer häufiger durch blöde Fehler (Ballverlusste, Schrittfehler) auf beiden Seiten geprägt war. Häufig rannte man gar nicht oder zu langsam in die Verteidigung zurück, gab dem Gegner so einfache Chancen. Doch trotzdem konnte Bochum nicht ein Mal die Führung übernehmen. "Ein schönes Spiel war das heute definitiv nicht.", so die Trainerin nach dem Spiel. Doch am Ende gewann man, weil man den größeren Siegeswillen hatte. "Was meine Mannschaft - und damit meine ich alle, auch die, die heute nicht so viel gespielt und stattdessen angefeuert haben- heute für eine Nervenleistung gezeigt hat, ist schon enorm. Alle haben bewiesen, dass im Basketball sehr viel über den Willen einer Mannschaft entschieden wird. Daher ein großes Lob an mein Team!"

Nun bleibt eine relativ lange Pause bis zum nächsten Spiel, in der weiter an den Schwächen gearbeitet werden kann. Schließlich will man im nächsten Spiel auch den nächsten Sieg einfahren!

Bis dahin, liebe Grüße

Franzi