Harter Kampf - Leider ohne Happy End!

Es hat nicht gereicht, obwohl die U12 heute ein wirklich starkes Spiel zeigte. "Ehrlich gesagt bin ich beim Aufwärmen davon ausgegangen, dass wir heute eine deutliche Niederlage wegstecken müssen", gab die Trainerin nach dem Spiel zu.

Denn Dorsten lief in Bestbesetzung auf, während auf Barmer Seite drei Akteure passen mussten. Bereits das Hinspiel konnte man nur knapp für sich entscheiden, da war Dorsten jedoch im Vergleich zum heutigen Sonntag noch dünn besetzt. Also lautete die Ansage vor dem Spiel "Wir wollen endlich mal wieder kämpfen und warum sollten wir die Gastgeber nicht ärgern können?". Und dann traute man fast seinen Augen nicht, denn was aus Barmer Sicht auf das Parkett gebracht wurde, war schon eine große Leistung. Weniger die Offensive, sondern vielmehr die Defensive brachte die Dorstener im ersten Viertel zur Verzweiflung. Während im Hinspiel der erst neunjährige Ramunas Pupkevicius den Barmern die Punkte fast im Alleingang einschenkte, kontrollierte Amadin ihn in dieser Partie von Beginn an mit einer vorbildlichen Einstellung. Ihm gelangen so nur wenige Punkte, was sicherlich sehr wichtig war. Ein wenig überraschend, aber durchaus verdient, führte man nach dem ersten Viertel so mit 23-10, denn Dorsten fand so gar nicht ins Spiel. "Klar war jedoch auch, dass das Team zurückkommen würde", betonte die Trainerin nach dem Spiel. Denn spätestens nach der lauten Ansprache des Dorstener Trainers wusste man, dass das noch nicht alles gewesen war. Schon im zweiten Viertel zeigte sich Dorsten engagierter und schloss nun einige Male vor allen Dingen über M. Rosic erfolgreich ab. Dennoch bestand kein Grund zur Sorge, denn auch in dieser Phase kämpften die Barmer unermüdlich und konnten bis zur Halbzeit immer noch sechs Punkte Vorsprung halten. 

Überzeugt davon, dass man heute doch einen Sieg einfahren könnte, ging man in den dritten Spielabschnitt. Doch nun war Dorsten wach, verkürzte Punkt um Punkt und konnte das erste Mal die Führung übernehmen. Und dabei waren es einfache Korbleger, die Dorsten wieder heranbrachten. "Da haben wir irgendwie gepennt", erklärte der Barmer Coach. Vorsprung futsch, aber trotzdem noch eine tolle Einstellung und genug Kampfgeist, das Spiel nicht aus der Hand zu geben. Doch dann schlichen sich in den letzten Minuten unnötige Fehler auf Barmer Seite ein. Gefühlte 10 Schrittfehler erbrachten den Gastgebern wieder einfache Punkte. "Man hat gemerkt, dass die Luft einfach raus war. Jede/r hat sich mit allem, was ging, reingehängt und dann passieren solche Fehler, wenn man nicht mehr kann." Trotzdem war es ärgerlich, denn so gewann Dorsten am Ende mit 64-57 und der Tag nahm kein Happy End für ein wirklich vorbildlich kämpfendes Barmer Team. "Das war von der Einstellung her heute eines der besten Spiele und es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Wir haben gezeigt, dass wir gegen ein stark besetztes Team mit vielen guten Spielern mithalten können. Meine Mannschaft hat nach einem kleinen Durchhänger rechtzeitig zu diesem Spiel wieder ihren Kampfgeist ausgepackt, den wir in den letzten Spielen etwas vermisst haben. Ein Sieg wäre die verdiente Belohnung gewesen, aber manchmal hat man eben Pech...", fasste die Trainerin das Spiel zusammen.

Am 01.03. kommt mit Essen der nächste Gegner. Endlich dürfen wir wieder in unsere eigentliche Spielstätte zurückkehren und hoffen, dass wir zahlreiche Zuschauer auf die Ränger der Heckinghauser Halle locken können!

Franzi