Ein Satz mit X...

... das war wohl NIX!

Passender kann man wohl das Spiel der U12 gegen die Mädchen des Herner TC nicht beschreiben. Ausgerechnet gegen ein reines Mädchen Team, den Tabellenführer der Liga, zeigte man sich sehr verschlafen und ohne Mumm. So verlor man das "Spitzenspiel", von dem hier bei Weitem nicht mehr die Rede sein kann, deutlich mit 78-111.

Dabei spielte man eigentlich gegen ein Team auf Augehnhöhe, wäre da nicht DIE eine Spielerin gewesen, die den Unterschied machte. Das dafür aber umso deutlicher. 33 der 35 erzielten Punkte der Gäste im ersten Viertel gingen auf das Konto der kleinen Aufbauspielerin mit der Nummer 15. Egal, wer sich ihr annahm und sie kontrollieren sollte, zog immer wieder den Kürzeren.

Man selbst erzielte eigentlich gute 19 Punkte, wenn allerdings der Gegner 35 macht, ist das zu wenig. Immer wieder war man zu langsam oder verschlief zurückzulaufen. Im Angriff zeigte man sich verhalten und ängstlich. Im zweiten Viertel sah es nicht besser aus. Aus einem 19-35 wurde bis zur Pause ein 31-72. Auch in diesem Spielabschnitt konnte man die beste Spielerin auf dem Feld nicht halten und gab ihr immer wieder Gelegenheiten, über die rechte Seite zum Korb zu ziehen. In der Halbzeit gab es dann klare und vor allen Dingen laute Worte. Die Ansage, dass ab sofort jede/r, der/die auch nur ein Mal in der Verteidigung schläft, ausgewechselt wird, schien zumindest etwas Früchte zu tragen. Man schmiss sich endlich auf den Ball und konnte auch Nr. 15 einige Male stoppen.

"Da war wenigstens etwas Kampfgeist zu erkennen. Ich dachte schon, sie haben mit dem Spiel völlig abgeschlossen", so kommentiert die Trainerin. Und siehe da, stand Hernes "Leader" mal nicht auf dem Feld, konnte man mithalten, da war es wirklich ein Spiel auf Augenhöhe. So ging das dritte Viertel sogar mit 19-18 an den BTV. Auch im letzten Spielabschnitt gaben die Barmer sich nicht auf, ackerten noch einmal in der Verteidigung und konnten auch im Angriff etwas mehr Struktur aufs Spielfeld bringen. Mit 28-21 waren das die besten Minuten des Spiels.

Trotzdem ging am Ende der Sieg verdient deutlich an Herne. Ob man dabei von einem Teamsieg der Gäste sprechen kann, wenn eine Spielerin 64 Punkte erzielt, sei dahingestellt, Fakt ist jedoch, dass die Mädchen bewiesen haben, dass sie Basketball spielen können. "Ich hoffe, dass wir aus dieser Niederlage etwas mitnehmen und wieder ein wenig auf den Teppich gekommen sind. Heute hatten wir einfach keine Chance, nicht nur, weil wir eine Spielerin nicht kontrollieren konnten, sondern auch, weil wir dieses Spiel in der ersten Halbzeit gar nicht gewinnen wollten."

Nun gilt es, diese Partie abzuhaken, die Niederlage zu vergessen und im Training hart zu arbeiten, damit die nächsten Spiele wieder ein gutes Ende für Barmen nehmen. Manchmal lernt man aus einer Niederlage ja mehr als aus einem Sieg, also auf geht's!

 

Franzi