Glück gehabt!

Das war wirklich nichts für schwache Nerven. Im Ligaspiel zwischen der BG Dorsten und dem Barmer TV entwickelte sich ein harter Kampf, den die Barmer am Ende glücklich, aber verdient mit zwei Punkten gewannen. Beim Endstand von 68-66 fielen sich nach 40 Minuten alle erleichtert in die Arme und der Jubel war groß!

Noch vor dem Spiel sah es alles andere als rosig aus: Amadin fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus und Yemi stand auch nicht zur Verfügung. Damit fehlten zwei Stützen im Barmer Team. Doch die Mannschaft rückte eng zusammen und bewies, dass sie auch große Ausfälle kompensieren kann. Von Beginn an war das Barmer Team konzentriert und ließ sich durch die grandiose Stimmung auf den Rängen treiben.

„Das war heute sehr toll, was die Eltern – angeleitet durch unseren unermüdlichen Trommler Wolfram – da geleistet haben. Sie haben das Team zum Sieg gebrüllt, ich möchte nicht wissen, wie es ohne sie ausgegangen wäre.“, so die Trainerin nach dem Spiel.

Die kleine Liegnitzer Halle wurde zu einem Hexenkessel und keines der beiden Teams konnte sich in den ersten Minuten absetzen. Durch gute Transition im zweiten Viertel konnte man jedoch bis zur Halbzeitpause das Zepter in die Hand nehmen und sich eine kleine Führung von sechs Punkten erarbeiten.

Wichtig für die zweite Hälfte nun, die hohe Konzentration aufrecht zu halten, um so die starken Dorstener nicht noch einmal herankommen zu lassen. Und was die U12 dann zeigte, war aller erste Sahne. In der Defensive gelang es nun, die beiden stärksten Spieler zu kontrollieren und offensiv schnell nach vorne zu spielen. Immer wieder konnten die Zuschauer schön herausgespielte Punkte bejubeln, wobei jede/r SpielerIn seine/ihre Rolle perfekt erfüllte.

Das Resultat: 61-44 nach dem dritten Viertel.

Doch ein Spitzenspiel wäre kein Spitzenspiel, wenn der Gegner sich an dieser Stelle aufgeben würde. Angetrieben von Dorstens Neunjährigen, die bereits viel Spielübersicht bewiesen, starteten die Gäste die Aufholjagd und man selbst – anstatt die Führung zu nutzen und Zeit von der Uhr zu nehmen – wollte immer nur schnell zum Korb. Die Folge waren viele Ballverluste, die leider immer wieder in einfache Korbleger auf der anderen Seite verwandelt wurden. Punkt um Punkt kam Dorsten heran und konnte beim Stand von 64-67 wieder Hoffnung schöpfen.

Eine Auszeit wurde genutzt, um dem Team Ruhe zu geben, denn jetzt waren nicht nur die SpielerInnen hektisch, sondern auch die Zuschauer wurden unruhig. Zwei weitere Punkte der Gäste, Foul und zwei Freiwürfe für Barmen. Lena verwandelte den ersten, Dorsten ergatterte den Rebound, konnte jedoch die verbleibenden fünf Sekunden nicht mehr nutzen. So gelang es dem Barmer Team seine Siegesserie weiter auszubauen und man durfte sich feiern lassen.

„Das Spiel hat gezeigt, dass wir durchaus in der Lage sind, starken Basketball zu spielen. Das war schon echt klasse, was das Team da im dritten Viertel geleistet hat. Leider fehlt es uns dann noch an Cleverness. Wenn man mit 17 Punkten führt, muss man das Tempo etwas herunterfahren und darf den Gegner nicht unnötig durch blöde Fehler wieder herankommen lassen. Wir haben Glück gehabt, dass wir uns den Sieg nicht noch verspielt haben und dass der Puffer aus dem dritten Viertel groß genug war!",  so das Resümee der Trainerin.

Im kommenden Spiel am Samstag wartet in Essen ein Team der unteren Plätze. Trotzdem sollte man hier nicht zu leichtsinnig sein und mit 100% an die Sache herangehen. Auf einen weiteren Sieg!

 

Franzi