U14-1 w scheitert gegen nur sechs Löwinnen denkbar knapp 61:62

Mit 11 zwar noch nicht vollständig genesenen, aber einsatzbereiten, Barmerinnen standen die Vorzeichen vor dem wichtigen Spiel gegen den nur mit 6 Spielerinnen angereisten Tabellennachbarn, Bergische Löwen, eigentlich sehr gut.
Doch bei den ersten Passübungen vor dem Spiel, ein kleiner Schock! Hanna, die in den letzten Spielen fast alleine die Verantwortung für den Ballvortrag übernommenen hatte, verletzte sich so schmerzhaft am Finger, dass an einen Einsatz nicht zu denken war.
Doch war mit Amelie's Rückkehr aus einer vierwöchigen Verletzungspause weniger der Ballvortrag das Problem, viel mehr wurde Hanna enorm in der Verteidigung vermisst. So konnte der gegnerische Guard zu keiner Minute des Spieles kontrolliert werden und machte letztendlich mehr als die Hälte der gegnerischen Punkte.
Mouna und Lulu bemühten sich zwar redlich, doch die Marschroute, den Star der gegnerischen Truppe nicht an den Ball kommen zu lassen, konnte nicht im erhofften Maße umgesetzt werden. Zudem schienen noch immer aus dem vorangegangenen Spiel Unsicherheiten bei der Helpsidedefense zu bestehen. Zudem gelang es Barmen zu wenig, das Spiel druckvoll zu gestalten und damit den dezimierten Gegner müde zu spielen. Auch war deutlich erkennbar, dass die Woche über quasi keine Spielvorbereitung stattgefunden hat, denn es fehlte einmal mehr an mannschaftlicher Geschlossenheit auf beiden Seiten des Feldes.
So liefen unsere Ladies das gesamte Spiel hindurch einer gegnerischen Führung hinterher. Trotzdem konnten sich die Löwinnen nie deutlich absetzen und es kam zu einer hoch dramatischen Schlussphase, bei der on und off the Court auf Barmer Seite einige unglückliche Entscheidungen getroffen wurden.
Beim Stand von 57:61 scheint unser Anschreibetisch die letzten zwei erfolgreichen Freiwürfe von Vali nicht auf dem Scoreboard angezeigt zu haben und man ging auf der Bank davon aus, mit vier Punkten im Hintertreffen zu sein und gab lautstart die Marschroute, die Uhr zu stoppen! Dieser Aufforderung wurde umgehend Folge geleistet.
Wie sich hinterher herausstellen sollte, zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung, die gar nicht so falsch war!
So vergaben die Löwinnen die daraus resultierenden Freiwürfe und Lulu konnte beim darauffolgenden Ballvortrag nur mit einem unsportlichen Foul gestoppt werden. Sie vergab zwar beide Freiwürfe, doch konnte der anschließende Barmer Angriff erfolgreich abgeschlossen und so der Ausgleich herbeigeführt werden.
Das Scoreboard war längst korrigiert und eigentlich hätten das auch alle Barmerinnen mitbekommen müssen! Leider sollte sich das als Trugschluss herausstellen!
Der nun folgende Angriff der Löwinnen blieb erfolglos und die Barmerinnen hatten im Grunde alle Trümpfe in ihren Händen.
Der freie, vielleicht etwas frühe, Wurf als Abschluss des Barmer Angriffes verfehlte knapp sein Ziel. Eigentlich auch das überhaupt kein Problem, schließlich waren bei Gleichstand nur noch 8 Sekunden zu spielen. Doch leider hatte so manch eine Akteurin noch immer die Marschroute des Zeitstoppens im Hinterkopf.
So wurde ausgerechnet die erfolgreichste Spielerin des Gegner in unserer eigenen Hälfte völlig unnötig gefoult und damit an die Linie geschickt. Aber selbst als diese einen Freiwurf zur 61:62-Führung für die Löwinnen verwerten konnte, wäre ein Sieg noch möglich gewesen.
Doch in der Hektik und Verwirrung machte nunmehr die Bank einen großen Fehler. Sie versäumte, die noch verfügbare Auszeit zu nehmen, damit den Einwurf im Vorfeld herbeizuführen und die Spielerinnen in Ruhe auf die entscheidenden 8 Sekunden vorzubereiten. Daraus resultierend kamen die Barmerinnen leider zu keinem klaren Abschluss mehr.
Den in diesen Spielsituationen noch relativ unerfahrenen jungen Damen ist hier sicherlich kein Vorwurf zu machen. In den Schlusssekunden fehlte einfach die nötige Abgeklärtheit, das Spiel noch für sich zu entscheiden. Doch wurde das Spiel nicht in den letzten Sekunden verloren! Das Team hat es vielmehr versäumt, früher konsequent und mannschaftlich geschlossen zu arbeiten.
Letztendlich können Spielerinnen und Trainerin jede Menge Lehren aus diesem Spiel ziehen, in der Hoffnung, diesselben Fehler nicht noch einmal zu wiederholen!!